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Tolles Buch ohne übertriebenen Heldenepos
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Zum Inhalt:
Als der Roman Die Stalinorgel" 1955 das erste Maler erschien, wurde er gleich zu einem großen internationalen Erfolg. Der Autor schildert in seinem Buch auf beindruckende und geradezu offene Art den zweitägigen, verlustreichen Kampf um eine Anhöhe bei Leningrad, sowohl aus deutscher, als auch aus russischer Sicht. Mit seinem Sarkasmus, der aber nie zum Selbstzweck wird, gelingt es Gert Ledig jenes grauenhafte Geschehen und die Verzweiflung der kämpfenden Truppen für jeden Leser greifbar zu machen, denn er kannte das Inferno um Leningrad aus eigener Erfahrung. Verwundet schickte man ihn 1942 zurück in die Heimat, wo er bald darauf den Schrecken des Luftkriegs begegnete (davon berichtet ledig in dem Roman Vergeltung").
Mein Fazit:
Ein wirklich tolles Buch, auch wenn es anfangs schon ein wenig verwirrend war, da Gert Ledig im ersten Teil dieses Romans keine Namen benutzte, sondern nur Dienstgrade (Der Melder", Der Gefreite", Der Feldwebel", Der Hauptmann", Der Major", Der General") und ich deshalb immer mal wieder zurück blättern musste. Dafür sucht man in diesem Roman aber vergeblich den übertriebenen Heldenepos, oder aber eine klare Einstufung nach Gut" (meist sind das ja die Amerikaner, Briten, Franzosen, oder Russen) und Böse" (in den meisten Büchern die Deutschen), was Die Stalinorgel" aus meiner Sicht auch so besonders macht. Daher würde ich diesem Buch auch ohne weiteres fünf von möglichen fünf Sternen geben.
Eine Rezension von Oehler "290873" > Magdeburg
vom 8. Februar 2010 |