Afrikanische Totenklage: Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents


 
Ein exzellentes Buch - trotz einiger Defizite
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Afrikanische Totenklage - Der Ausverkauf des Schwarzen Kontinents (Gebundene Ausgabe) Ein hochinteressantes Buch, das aber leider nur die in einigen Regionen Afrikas herrschenden Zustände beschreibt und keinerlei Lösungen aufzeigt.
Scholl-Latour beschreibt in oftmals großer Detail-Genauigkeit, was er wo erlebt hat und von welchen Krisen die besuchte Region in den letzten Jahrzehnten heimgesucht worden war. Dabei kommt es dem Leser so vor, als reiste er von einem Blutbad zum nächsten, ohne aber, oh Wunder, jemals auch nur ein einziges blaues Auge davongetragen zu haben.
Der einzige rote Faden, abgesehen von den Gewaltexzessen der schwarzen Bevölkerung - die er exzellent dokumentiert - ist seine Vorliebe für Frankreich und die französische Sprache und seine Abneigung gegenüber dem amerikanischen Einfluß auf die Länder Afrikas.
Eine politische Zielrichtung scheint Scholl-Latour ansonsten keine zu haben und bewertet auch Diktatoren zumeist anhand kurzer Treffen mit ihnen. Einige waren im sympathisch, andere nicht.
Die Buren Südafrikas sind im zutiefst verhaßt, obgleich sie über Jahrzehnte Stabilität und bescheidenen Wohlstand im südlichen Afrika garantierten - etwas, das Scholl-Latour eigentlich heute im gesamten übrigen Afrika vermißt. Wer die Buren besser kennt, weiß, daß sie sehr gastfreundlich sind. Schade eigentlich, daß Scholl-Latour Schwarze, Moslems und Juden bei seinen Reisen als Gastgeber bevorzugt hat.
Persönlich geärgert habe ich mich übrigens - und das mag für manche als Erklärung für meine etwas kritischere Sichtweise des gesamten Buches dienen - über Scholl-Latours abwertende Beschreibung der deutschgeprägten Stadt Swakopmund (Südwestafrika) als "schwarz-weiß-rotes Disneyland". Als jemand, der 16 Jahre dort gelebt hat, kann ich diese Sichtweise nur als zutiefst arrogant und ignorant bezeichnen. Sie entspricht nicht der Realität.
Schade eigentlich, daß ein ansonsten so exzellent, fast spannend, geschriebenes Buch durch diese undifferenzierte Sichtweise so stark an Wert verliert.
Es ist doch merkwürdig: In alle eingeborenen Völker kann sich Scholl-Latour hineinversetzen und bringt für so viele ihrer grausamen Diktatoren sogar Sympathien auf, aber an Menschen der eigenen "Rasse" (er selbst verwendet dieses Wort so oft, viel zu oft) scheitert der Autor kläglich.
Fazit: Das Buch unbedingt kaufen, kritisch lesen und auch mal im Zusammenhang mit Themen wie Terrorismus, Masseneinwanderung, Drogenkriminalität usw. sehen!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 28. Oktober 2001
Kundenrezensionen:
3. Ein Buch, das seinem Titel alle Ehre macht!
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1. Afrikanische Totenklage
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