|
|
|
| |
Historische Basis russischer Militärmacht
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT) Rezension bezieht sich auf: Die Armee Peters des Großen (Gebundene Ausgabe) "Ein weiterer Rekrut....!" ....soll Peter der Große bei der Geburt eines seiner Söhne ausgerufen haben.
Wie beinahe alle deutschsprachigen Adaptionen militärhistorischer Fachliteratur von Osprey Publishing beinhaltet auch der im Oktober 2011 erschienene Band "Die Armee Peters des Großen" zwei englische Originalbände. "Peter the Great's Army (1): Infantry: 001 (Men-at-Arms)" und "Peter the Great's Army (2): Cavalry: 002 (Men-at-Arms)" waren bereits im Jahre 1993 veröffentlicht worden.
In der Einführung zum ersten Teil des Buches wird zunächst Zar Peter I. der Große und seine Politik des "Blick nach Westen" vorgestellt, die Russland nicht nur nach außen öffnen, sondern auch den Aufstieg zu einer Großmacht ebnen sollte. Die wichtihgste Rolle spilete dabei die Reform der Armee, denn die Wirtschaft Wirtschaft wurde von den Militärausgaben dominiert. Während die wachsenden Ressourcen zur Deckung des militärischen Bedarf genutzt wurden, gelang es dem Zaren auch eine über 100.000 Mann starke Truppe und eine Flotte von 60 Schiffen aufzustellen sowie ein Corps gut ausgebildeter Armee- und Marineoffizier aufzustellen. Der Aufbau des militärischen Apparates, der bereits zu Friedenszeiten beachtlich zu nennen wäre, erfolgte jedoch während des langen und erbittert geführten Großen Nordischen Krieges (1700 - 1721). Das zuvor eher unbedeutende Russland hatte die Aufmerksamkeit Polen-Sachsens und Dänemark-Norwegens gewonnen, die sich mit ihm in einer Tripel-Allianz gegen den jungen schwedischen König Karl XII. zusammenschlossen....
.....bis der am 10. September 1721 geschlossene Frieden von Nystad schließlich die Ablösung Schwedens durch Russland als die das Baltikum beherrschende Macht besiegeln sollte. Die vom ersten Kaiser des Russischen Reiches begründete Militärmacht, sollte bis zum heutigen Tage ihren beherrschendem Einfluss auf das militärische und politische Denken Europas bewahren.
Der Chronologie und Karte des "Großen Nordischen Krieges" folgt eine Darstellung der russischen Armee in den 1690er Jahren, die damals aus "irregulären Infanterie" bestanden hatte. Nach dem russischen Debakel in der Schlacht von Narva, wurden Regelwerke, Reformen und der schließlich der Code von 1716 erlassen, die eine Armee neuen Modells schufen. Zwei Schautafeln verdeutlichen Aufbau eines Regiments aus zwei Bataillonen mit jeweils 5 Kompanien und einer Artillerie-Batterie mit jeweils 2 Dreipfünder-Kanonen mit jeweils 6 Mann Bedienungspersonal sowie die Stärke einer russischen Kompanie um 1700. Zum Abschnitt Rekrutierung von Offizieren und Mannschaft gehören jeweils eine Übersicht über die Offiziersdienstgrade, die Aufstellung der Infanterieregimenter zwischen 1700 - 1725 mit Aufstellungsort, Kommandeur und Verbleib und der Infanterie-, Kavallerie und Artillerieregimenter vor der Schlacht bei Poltawa am 27.06.1706. Der Darstellung von Uniformen, Ausrüstung und Bewaffnung folgen Anmerkungen zur Taktik, zu Garnisons- und Milizregimentern sowie die farbliche Unterscheidung der Infanterie-Standarten. Aufschlussreich ist auch eine Tabelle zu den verschiedenen Kopfbedeckungen, Mänteln und Hosen der aufgestellten Infanterieregimenter. Acht Farbtafeln geben hiervon ein anschauliches Bild.
Der zweite Teil des Bandes beschreibt, wie militärische Vorstellungen des Westens mit den praktischen Anforderungen Russlands verschmolzen, um eine berittene Streitkraft zu schaffen. Daneben erfolgte der Aufbau einer Artillerie, die zum Hauptelement der russischen Armee bis 1917 werden sollte. Nach einer Chronologie (1709 - 1725) erfolgt eine ausführliche Darstellung der Kavallerie Peter des Großen, die sich aus Dragonern zusammensetzte. Auch hier gibt es verschiedene Tabellen über die Namen und Aufstellungsorte, Uniformfarben und Standarten der einzelnen Regimenter. In verschiedenen Abschnitten werden Garde-Kavallerie, Leichte Kavallerie, die im Dienste Peters stehenden Kosaken und schließlich auch die russische Artillerie vorgestellt. Das Beschriebene wird auf acht Farbtafeln erneut im Zusammenhang mit Schlachten oder Belagerungen eindrucksvoll in Szene gesetzt.
"Die Armee Peters des Großen" ist für timediver® nicht nur der beste Band aus der Reihe der Edition Lampertz, den er bis jetzt zu Gesicht bekommen hat, sondern auch eine Erinnerung an das Museum zur Stadtgeschichte Moskaus, die Große Rüstkammer im Kreml und nicht zuletzt an das Staatliche Historische Museum der russischen Hauptstadt, vor dessen Eingang noch heute zwei schwerbewaffnete Strelitzen patroullieren.
5 Amazonsterne.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 17. Juli 2011 | | |
| | | | | | | Kundenrezensionen: | | | 1. | Historische Basis russischer Militärmacht (die aktuell angezeigte Rezension) |
| | | Zur Übersicht ... |
 |  |  |  |  |  | | |
| |
Angebote zu , , ab 1 Euro!
|
| Siehe auch folgende Artikel: |
|
| | | Die Armee Alexander des Großen Die Armee Gustav Adolfs: Infanterie und Ka... Römische Kampftaktiken 109 v.Chr. - 313 n. Chr Die Waffen-SS: 1. bis 9. Division Die Waffen-SS: 10. bis 23. Division Die Templer: Arme Ritterschaft Christi...
|
| | Mehr zu Russland, Russland, Epochen, Russland, Militärgeschichte
|
| | Home ..., , Begleitseite ... |
|
|
| | Herausgeber dieser Seite ist DomainLoc.com GmbH - Partner von |
Copyright © DomainLoc.com GmbH (Impressum) |
| |