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| Vater Morgana: Eine persische Familiengeschichte
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Eine persische Familiengeschichte
• • • • • (bewertet mit 5 von 5 Punkten)
Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Vater Morgana: Eine persische Familiengeschichte (Gebundene Ausgabe) Michael Niavarani zählt zu den Publikumslieblingen der österreichischen Kabarettszene. Als eingefleischter Fan, musste ich mir das Buch natürlich sofort kaufen. Die Geschichte, die dem Leser da aufgetischt wird, ist völlig absurd und kann nur damit begründet werden, dass diese deutsch-österreichisch-amerikanisch-schwedisch-britisch-persische Sippe komplett verrückt ist. Umso skurriler ist daher die Tatsache, dass sie zum großen Teil autobiografisch ist.
Als an Heiligabend Dariush Ansari an einem Herzinfarkt stirbt, müssen die Witwe und seine Kinder den Rest der Familie benachrichtigen. Nach zahlreichen Telefonaten und skype-Konferenzen mit den in aller Herren Länder verstreuten Angehörigen, kommt man überein, dass Dariushs Mutter die Nachricht vom Tod ihres geliebten Sohnes nicht überleben würde und daher unter gar keinen Umständen davon erfahren dürfte.
Mit diesem Beschluss nimmt die Katastrophe ihren Lauf, denn niemand weiß zu diesem Zeitpunkt, dass die alte Frau mit ihrem Sohn eine große Familienzusammenkunft organisieren will, um gemeinsam das persische Neujahr (zu Frühlingsbeginn im März) zu feiern. Warum meldet ihr Sohn sich nicht zu Weihnachten bei ihr? Man wollte doch die genauen Details zu der bevorstehenden Feier besprechen. Die Familie verstrickt sich immer mehr in die Lügengeschichte und die Eskalation steht kurz bevor.
Mit seinem unverkennbaren Humor führt Michael Niavarani den Leser an die persische Kultur/Mentalität heran. So müsse sich niemand vor Persern fürchten, da sich ihre Psyche durch terroristische Tatenlosigkeit auszeichne. Sie hätten niemals mit Flugzeugen in Hochhäuser fliegen können, denn erstens wären sie sich nie einig geworden in welches man reinfliegen solle. Perser kommen immer zu spät und hätten somit sowieso alle ihren Flug verpasst und zuguterletzt hätte niemand es geheim halten können, denn jeder hätte zuvor noch seine Mutter angerufen: Hallo, Maman! Wir werden mit Flugzeug in Hochhaus fliegen! Ja, wir werden alle berühmt! Ja, natürlich bin ich der Chef!"
Das Buch ist eine großartige Mischung aus Kabarett, Satire, und Slapstick. Als Leser hat man auf jeder Seite etwas zu lachen und man hat dabei das Gefühl, Herr Niavarani würde neben einem sitzen und die Geschichte selbst erzählen. Danke Nia! Wir wollen mehr davon!
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 20. Dezember 2009 | | |
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