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Witzige, nicht lustige Familiengeschichte
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Michael Niavarani gehört in Österreich zu den bekanntesten Kabarettisten, ist vielleicht sogar der beliebteste unter ihnen. In seinem literarischen Erstlingswerk "Vater Morgana" blickt der halbe Perser auf den Tod seines Vaters zurück und jene aberwitzige Idee, die seine Familie damals hatte, um die Großmutter nicht vom Tod ihres Sohnes unterrichten zu müssen. Man befürchtete, dass sie das nicht überleben würde...
Wenn Niavarani über seine Familie schreibt, so ist das witzig, nicht wirklich lustig, aber man merkt immer dieses Augenzwinkern, mit dem er auch in seinen Kabarettstücken das Persische in ihm aufzuarbeiten. Meister indem er zur übertriebenen Selbstironie greift - wie auch in diesem Buch. Man weiß nicht, wie viel von dieser Geschichte wirklich erfunden ist, aber wenn auch nur die Hälfte wahr ist, dann ist es kein Wunder, dass der Mann von der Komik lebt.
Insgesamt ein Buch nicht nur über die Familie, sondern auch über Migration, die Probleme der Integration, das Zwitterdasein zwischen den Kulturen. Immer mit einem kleinen Witz erzählt, aber wenn man etwas genauer darüber nachdenkt, dann ist es erkennbar. Das Buch ist mit Sicherheit keine schriftstellerische Glanzleistung, aber es ist unterhaltsam, manchmal auch zum Lachen, am Ende sogar zum Weinen und dazwischen erfährt man so ganz nebenbei einige wirklich interessante Details zur persischen Geschichte, Religion und Weltanschauung. Mehr als eine Zwischendurchlektüre ist es dann aber doch nicht.
Eine Rezension von Klaus Fuehrer "theKLF" > Wels, Österreich
vom 20. Februar 2010 |