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2.4. Der Verlauf des Aufstandes
Die Befürchtungen anläßlich der
Mobilisierung der polnischen Truppen Richtung Westen haben sich als richtig
erwiesen. So mußten die jungen Aufständischen schnell
reagieren.
In der Nacht des 17 November 1830 rückten die pol.
Soldaten Richtung Belvedere Palast, dem Sitz des Großfürsten
Konstantin.
Es war geplant Konstantin zu ermorden und die Hauptstadt
einzunehmen. Konstantin gelang es derweil außerhalb der Stadt zu fliehen
mit der gesamten Streitkraft, die ihm verblieben war. Die Streitkräfte, die
mit Konstantin flohen waren zahlenmäßig den Aufständischen
weitaus überlegen. Es wird vermutet, daß Konstantin soviel Angst vor
einer Blamage seiner Truppen hatte, daß er die Flucht vorzog.
Zusätzlich hat er die Situation rein politisch falsch eingeschätzt und
war überzeugt, daß diese Unruhe durch die Polen selbst beseitigt
werden muß.
„...wird sich kein einziger Russe in
diese Sache einmischen. Die Polen haben sie
angefangen, es ist ihre Angelegenheit, die
sie selbst untereinander erledigen müssen..
Ich werde mich in keinster Weise
einmischen.“[16]
Sein Bruder, der Zar, erfuhr vom Aufstand erst nach acht
Tagen. Er befahl sofort Graf Diebitsch, dem Helden des Krieges gegen die
Türken, gegen die Polen vorzurücken.
Die Polen schafften es viele Zivilisten zu mobilisieren und
zu bewaffnen. In ihren Rheien gab es jetzt viele, besonders die liberal-
konservativen, die Friedensverhandlungen mit Nikolaus führten, aber
Nikolaus war entschlossen diesen Aufstand brutal niederzuschlagen und es als
Anlaß zu nehmen Polen gänzlich zu unterwerfen.
Am 13. Januar 1831 marschierte Diebitsch in Polen
ein.
General Diebitsch erfüllte Nikolaus Wünsche nicht,
denn die Polen kämpften unerschrocken und bewiesen ihren Mut in jeder
Schlacht. Diebitsch selbst war hoch beeindruckt von dem Kampfwillen der Polen.
Eine weitere Schwierigkeit der Russen war die Cholera
Epidemie im Frühling 1831. Der Epidemie erlag der General selbst, bevor er
die Nachricht erhalten konnte, daß er abgesetzt wird und daß der Zar
wünscht, daß an seine Stelle der Feldmarschall Paskenwitsch berufen
wird.
Von der Cholera betroffen wurde auch Konstantin .Auch er
starb vor Ausgang der Revolution.
Paskewitsch zeichnete sich durch besondere Brutalität
aus, sowie durch sehr entschlossenes Vorgehen.
Im Sommer 1831 stand er mit 78000 Soldaten und 400
Geschützen vor Warschau. Die Polen hatten lediglich die Hälfte der
Soldaten und ein Viertel der Geschütze.
Nach einem aufopfernden Kampf der Polen, war es nicht zu
umgehen, daß Paskewitsch am 22 September 1831 in den Belvedere Palast
einzog. Der Krieg war zu
Ende.[17]
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