Title:

Russische Nationalitätenpolitik gegenüber Polen

Home
deutsch
  
ISBN: 3932381033   ISBN: 3932381033   ISBN: 3932381033   ISBN: 3932381033 
 
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>|
  Wir empfehlen:       
 


3.2 der Verlauf des Aufstandes
Die Politik Wielkopolskis , somit auch Alexanders führte zu einer Modernisierung der Abhängigkeit. Es war aber schon zu spät und Polen war bereits wieder im Vorbereitungsstadium eines neuen Aufstandes.
Diesmal unterschieden sich die größeren Strömungen auf der polnischen Seite nach ihrer Haltung bezüglich der Bauern. Die „Roten“ befürworteten eine Bauerbefreiung und drängten zu einem schnellen Beginn einer Revolution. Viele von ihnen waren „hitzige“ Studenten, die mit russischen Jungrevolutionären zusammenstudiert haben. Sie waren voller sozialistischer Ideen und von einem pathetischen Patriotismus.
Auf der Anderen Seite standen die „Weißen“, die koservativ-liberalen, meistens begüterten Adligen, die einer überhasteten Revolution mit Skepsis gegenüberstanden. Insbesondere war ihnen die Vorstellung einer Bauernbefreiung unbequem, da sie ja vordergründig von der Leibeigenschaft profitierten.
Wielkopolski war der brodelnde Zustand der Nation bereits aufgefallen und er fand eine besondere Taktik zur Vorbeugung eines Aufstandes. Er rekrutierte die politisch Verdächtigen in die Russische Armee. Die erste gezielte Aktion dieser Art fand am 14/15 Januar 1863 statt, vielen der jungen Aufständischen gelang aber die Flucht in die Wälder. So sammelten sich ganze Gruppen von kampfbereiten Männern um die Ortschaften.
Bevor es am 25 Januar zu einer weiteren Rekrutierung kommen konnte, brach am 22 Januar 1863 der Generalaufstand aus. Die Übergangsregierung enthob die Bauern jeglicher Zinsen und Frondienste, gab ihnen Land und versprach Landlosen Land aus den volkseigenen Ländereien, wenn sie bereit sind zu kämpfen.
In der Januarnacht hatten die 6000 Bewaffneten 33 Kämpfe mit zaristischen Streitkräften geführt.
Der Aufstand war sehr schlecht organisiert und von Anfang an ohne Aussicht auf militärischen Erfolg. Die Truppen des Zaren waren sehr stark, die polnischen Einheiten waren ihrerseits nur Partisanen, die aus dem Hinterhalt, überraschend zuschlugen in kleinen Einheiten. Hinzu kamen vereinzelte Dörfer, die gegen ihre Gutsherren rebellierten.
Aber letztendlich wurden im Verlauf des Aufstandes 1200 Kämpfe ausgefochten. Es konnten 200000 Menschen mobilisiert werden, ihnen gegenüber standen 340000 sehr gut bewaffnete russische Soldaten.
Meinungsverschiedenheiten zwischen den „ Weißen“ und „ Roten“ machten sich in der Unbeständigkeit der Übergangsregierung deutlich. Ihre Führung wechselte ständig und konnte den Aufstand nicht kontinuierlich leiten.
Die Hingabe Polens an ihre Heimat fand überall in Europa Beachtung und Sympathie, sogar Karl Marx sprach mit Respekt über die kämpferischen Polen.
Rußland wußte, daß es vorsichtig mit der Niederschlagung der Revolte umgehen sollte. Vorallem gab es viele Sympathisanten der „ polnischen Sache“ auch im Inland. Auch das Ausland sollte durch Brutalität nicht schockiert werden. Es wurde lediglich ein Pakt zur Zusammenarbeit bei der Bewältigung der Revolte mit Preußen beschlossen.
Der Aufstand zeigte im Herbst 1863 deutliche Erschöpfungszustände. Die Oberhäupter der Übergangsregierungen machten sich zur Tyrannen und beuteten ihre Untertaten aus. Die Einheiten zeigten sich erschöpft. Es kam noch zu weiteren Wechseln an der Spitze des Regierungskommites, aber das Land war ausgezehrt.
Am 2 März 1864 versetzte Alexander Polen den endgültigen Stoß durch ein taktisch wohlüberlegten Beschluß. Er übergab den Bauern , das von ihnen bewirtschaftete Land und gab den Landlosen Ländereien aus den Volksgütern. Somit hatten die Bauern aufgehört zu Kämpfen. Den „ Roten“ fehlte jetzt das entscheidene Argument. Und der Aufstand ist erloschen[21]
  
Verbrechen an der Wehrmacht, Bd.1, Kriegsgreuel der Roten Armee 1941/42 (Gebundene Ausgabe)
von Franz W. Seidler
Siehe auch:
Der Tod sprach polnisch. Dokumente polnischer Grausamkeiten an Deutschen 1919-1949
Der geplante Tod. Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen und französischen Lagern 1945 - 1946.
von James Bacque
Saat in den Sturm. Ein Soldat der Waffen-SS berichtet
von Herbert Brunnegger
Alliierte Kriegsverbrechen - Vergessene Kriegsgräuel im Zweiten Weltkrieg
 
    
     
|<< First     < Previous     Index     Next >     Last >>| 

Back to the topic sites:
SchoolLecture.com/Startseite/Gesellschaft/Geschichte
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft/Laender
StudyPaper.com/Startseite/Gesellschaft

External Links to this site are permitted without prior consent.
   
  Home  |  deutsch  |  Set bookmark  |  Send a friend a link  |  Copyright ©  |  Impressum